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Kleiner historischer Stadtführer - 8. Station

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So sah es noch bis 1920 links vor dem Templiner Stadttor aus.

Herleitung des Stadtnamens „Lichen" (frühere Schreibweise um 1248):

Wie bekannt ist, lag das Paradies in Himmelpfort. Nach dem Eigentumsdelikt kamen Adam und Eva durch das Lychener Gebiet (bei der Ausweisung ins Fegefeuer am Küstrinchener Bach). Adam verlor hier einen Apfel, den er noch aus dem Paradies mitgenommen hatte. Als er ihn suchen wollte, sagte Eva: „Laß`n lichen!" Adam und Eva waren ja Sachsen. In DDR-Zeiten kamen jährlich viele tausend Urlauber aus Sachsen nach Lychen. Sie wollten nachprüfen, ob der Apfel noch da war. In der heutigen Zeit können wir nur noch feststellen, dass irgendein Haderlump den Apfel wieder gestohlen hat.

 

Das Templiner Tor war das einzige Tor aus Backstein. Es entstand auch erst später. Auf Forderung des Abtes von Himmelpfort musste Lychen 1408 einen Damm und ein Wehr anlegen, weil die Klostermühle einen höheren Wasserspiegel der Oberseen brauchte. Bisher gab es hier keine Landverbindung zwischen Oberpfuhl und Stadtsee. Es entstand eine neue Landverbindung nach Templin, und deshalb wurde das Tor erforderlich. Der Damm brach 1812 und verursachte großen Schaden. 1845 wird der Angelberg (sehr steiler Anstieg) eingeschnitten und der Damm in der jetzigen Breite ausgeführt.

Der Schäferpark wurde erst 1936 angelegt. Vorher ging der Stadtgraben an der Mauer bis zur Walkmühle. Zwischen 1817 bis 1904 gab es hier ein Sägewerk. Das Holz wurde auf dem Stadtgraben direkt zum Sägewerksgatter herangeführt. Die Grundmauerreste des Gatters sind noch hinter dem Cafe zu erkennen. Danach entstand das Cafe „Alte Mühle", und seitdem werden dort die Schnitzel gewalkt.

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