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Kleiner historischer Stadtführer - Kurzer Abriss Lychener Stadtgeschichte

| 1936 | Neubau der Schleuse Floßarche und der darüber führenden Straßenbrücke. Das Jugendheim Cohrs-Stift wurde Kindergarten für 40 Kinder. In den Heilanstalten sind 380 Lychener beschäftigt. Es wurden 10 254 Kurgäste mit 69 117 Übernachtungen gezählt. |
| 1937 | Hingst löst Bürgermeister Dr. Rattey ab. In Lychen existieren: 4 Freibäder, 2 Kinotheater, 18 Hotels und Gasthöfe, 11 Fremdenheime und 105 Privatverrnieter. |
| 1938 | Gäste aus Indien, Griechenland, Japan, England, Frankreich, Portugal und Südamerika besuchen die Heilstätten. Der Judenfriedhof an der Oberpfuhlpromenade wird von SA-Leuten verwüstet. |
| 1939 | Die Stadt zählt 4332 Einwohner. Es gibt 10 Hotels und Gasthäuser, 18 Fremdenheime und 69 Privatvermieter. |
| 1945 | Verhandlungen des Reichsführers SS Himmler mit dem Präsidenten des Schwedischen Roten Kreuzes Bernadotte in den Heilstätten. 15000 Frauen konnte Bernadotte noch Ende April aus den KZ nach Schweden in Sicherheit bringen. Der letzte Lazarettzug verlässt Hohenlychen in Richtung Schleswig-Holstein. Die Sowjetarmee besetzt Lychen. Sie steckt die Innenstadt an, zwei Drittel der Häuser und das Rathaus brennen ab. Die Heilstätten werden sowjetisches Militärhospital. Alwin Mundt, Angehöriger des Komitees Freies Deutschland, wird von den Sowjets als Bürgermeister eingesetzt. Es bilden sich Ortsgruppen der KPD, SPD, LDP, CDU und des FDGB. |
| 1946 | 1. Stadtverordnetenversammlung nach dem Krieg unter Stadtverordnetenvorsteher Rektor Metscher. Der Schlüßhof wird dem Berliner Vorstand der SED als Erholungsheim übergeben. |
| 1947 | Rektor und Heimatdichter Gustav Metscher verstirbt. |
| 1948 | Festveranstaltungen zur 700-Jahr-Feier vom 27. Juni bis 4. Juli. |
| 1949 | Bildung der Maschinen-Ausleih-Station (MAS). |
| 1950 | Das Sägewerk Hohenlychen arbeitet wieder. |
| 1951 | Gründung der BSG „Traktor" Lychen. |
| 1952 | Im Zuge der Gebietsreform in der DDR kommt Lychen zum mecklenburgischen Bezirk Neubrandenburg. Einrichtung des Landambulatoriums. |
| 1957 | Wiederaufbau des Lychener Rathauses überwiegend durch Solidaritätsleistungen der Bürger. |
| 1959 | Gründung der Arbeiter-Wohnungsbau-Genossenschaft (AWG). |
| 1961 | Die Schwerhörigenschule, die spätere Sprachheilschule, wird gegründet. |
| 1966 | Das Sägewerk in Hohenlychen wird auf Schaumstoffproduktion umgestellt. Der alte Kran am Stadtsee wird demontiert. |
| 1968 | In der Zehdenicker Straße werden 88 Wohnungseinheiten gebaut. Der Judenfriedhof wird instandgesetzt und erhält einen Findlings-Gedenkstein. |
| 1969 | Die Freilichtbühne am Oberpfuhl entsteht. |
| 1972 | Bau der Neubaublöcke am Markt, der Markt wir betoniert. |
| 1973 | 3 Holzbrücken werden durch Massivbrücken ersetzt. |
| 1976 | Das Stargarder Tor stürzt zusammen. |
| 1980 | Ein neues Gebäude für die Polytechnische Oberschule wird errichtet. |
| 1989 | Ab 24. Oktober - erste Bürgerproteste auf dem Markt. Gründung des Bürgeraktivs. Am 15. November wird der SED-Bürgermeister in geheimer Abstimmung vom Stadtparlament abgewählt. |
| 1990 | Ausbau des Klärwerkes, Beginn der Kanalisationsarbeiten im Stadtgebiet. |
| 1991 | Bundespräsident v. Weizsäcker und Ministerpräsident Stolpe zu Besuch in Lychen. Die Polytechnische Oberschule wird in eine Grundschule und eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe umgewandelt. |
| 1993 | Die GUS-Truppen räumen die Heilanstalten in Hohenlychen und den Raketenstützpunkt Lychen II. |
| 1995 | Einweihung der neuen Sporthalle. |
| 1996 | Einstellung des Eisenbahnbetriebes zwischen Fürstenberg - Lychen - Templin. |
| 1998 | Festtage vom 17. bis 25. Juli anlässlich 750 Jahre Lychen. |
| 2001 | Lychen ist amtsfreie Stadt und vereinigt sich mit Retzow, Rutenberg und Beenz. |
| 2002 | Lychen hat 3967 Einwohner. |
| 2003 | Lychen erhält die Urkunde „Staatlich anerkannter Erholungsort" vom Wirtschaftsminister Ulrich Junghans. |
| 2004 | Lychen erhält Anschluss an den Radfernweg Berlin-Kopenhagen und den Uckermärkischen Radrundweg. |
| 2005 | Innerhalb von Lychen sind über 6 km Radweg fertig. |
| 2006 | Ein barrierefreier Rundkurs innerhalb der Stadt für behinderte Menschen entsteht. |
| 2008 | Lychen erhällt als 3. Kommune in Deutschland den Titel „Flößerstadt". |
