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Kleiner historischer Stadtführer - 5. Station

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Villa Scherz 1902 als Holzhaus für die Beschäftigten der Mühle gebaut (Bruder des Mühlenbesitzers Scherz war Sägewerkbesitzer) und bis 1998 genutzt. Dann abgerissen und massiv mit ähnlicher Holzverkleidung wieder aufgebaut.

Kanu, Hydrobike und alles was Wassertourismus braucht (einschließlich frisch geräucherten Aal) auf der linken Seite.

Fremdenverkehr wurde besonders nach dem Bau der Eisenbahn 1899 (stillgelegt 1996 - jetzt Draisinenstrecke Fürstenberg - Templin) und dem Aufbau der Heilstätten Hohenlychen nach 1902 ein zentrales Standbein der Lychener Wirtschaft. Im „Reichshandbuch der deutschen Fremdenverkehrsorte von 1938" ist vermerkt, dass Lychen bereits 80 Jahre Kurort ist. Heute sind wir „Staatlich anerkannter Erholungsort".
25 km gepflegte Uferpromenaden, 3 Freibäder und ein modernes Strandbad, ganzjähriger Kurbetrieb mit Kurkonzerten, Tanzabende, Theater- und Kabarettvorstellungen, 16 Hotels und Gaststätten sowie 10 Pensionen bildeten früher den Rahmen zum rundum Wohlfühlpaket, wie man heute zu sagen pflegt.

Von Lychen konnte man damals außer die Donau alle Teile Deutschlands auf dem Wasserweg erreichen. Lychen hatte 1900 8 Tankstellen, aber nur 3 eigene Autos.
Auch heute wird viel unternommen: Draisine, Reiten, Kremserfahrten, romantische Floßfahrten (abends teilweise mit Kultur), Dampferfahrt (Woblitz!) oder Radtourismus (Radwege: Uckermärkischer Radrundweg und Anschluss an Radweg Berlin - Kopenhagen) und nicht zu guter Letzt die „Eiszeitstraße" (Lychen, Boitzenburg, Prenzlau, Gartz, Schwedt, Angermünde, Joachimsthal, Templin, 340 km, mit dem Mammut als Logo).
Inzwischen führt über Lychen auch der zertifizierte Wanderweg von 180 km „Wanderbare Uckermark"

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