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Kleiner historischer Stadtführer - 7. Station

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Das ist unsere Freilichtbühne seit 1965. Unter dem Rasen dieses Veranstaltungsplatzes befindet sich seit 1945 unsere alte Innenstadt (60% der Innenstadt sind damals abgebrannt). Gekämpft wurde in Lychen nicht, aber Fachwerkhäuser, Alkohol (26 Hotels/Gaststätten/Pensionen) und plündernde Russen passen nicht zusammen. Einer musste weichen.

Ein Strandcafé gab es an dieser Stelle schon früher. Es war mit seiner Seeterrasse eine gute Adresse für die Urlauber, und Tanzen konnte man täglich vor dem Krieg nicht nur hier.

An der linken Seite der heutigen Lindenstraße verlief die Stadtmauer mit Wiekhäusern. Der See reichte bis an die Mauer. Früher war das die Zickenstraße. Es gibt 2 Varianten für die Herkunft dieses Straßennamens:

  • Hier befand sich das St. Spiritus Hospital. Im Niederdeutschen entspricht „Sicken" dem heutigen Siechen = Kranken.
  • Namensherkunft von Ziegen, denn in dieser Straße waren die Buden. Deren Bewohner durften keine Kühe auf die Gemeindeweide der Stadt schicken, sonder hielten sich Ziegen.

Erst 1913 verkaufte die Stadt die entstandenen Gärten zwischen See und früherer Stadtmauer an die Anlieger. Es entstand damit auch die Gartenstraße, auf der wir jetzt weitergehen.

Seite 11 - Bild
Strandcafé vor dem Krieg mit Seeterasse

Lychen ist eine schöner Ort,
liegt zwischen Fegefeuer und Himmelpfort!

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